Aporia crataegi

(Linnaues, 1758)

Baumweissling

Black veined White

 

Pieridae: Pierinae Tr. Pierini

(Weisslinge)

 

Flügelspannweite: 50 - 65 mm

 

Raupe: Die ausgewachsene Raupe ist grau bis schwarz und hat auf dem Rücken gelborange Längsstreifen. Sie ist behaart und wird bis 45 mm lang. Die jungen Räupchen bauen sich im Herbst (im obigen Falle im September) ein Gespinst, das ihnen auch als Winterlager dient. Die erwachsenen Raupen zerstreuen sich erst im Frühling kurz vor der Verpuppung. Die Raupen sind sehr anfällig auf Parasiten. 

 

Anmerkung: Bei einer Inzuchtnahme eines Raupengespinstes im Vorfrühling mit 7 Raupen war bei halbwüchsigen Raupen über Nacht ein Parasitennest am Raupengespinst entstanden. Nach einer  Entfernung der Raupen mit einem Pinsel auf einen frischen Nahrungszweig, begannen die Raupen sofort mit der Nahrungsaufnahme. Eine Raupe verpuppte sich bald darauf, während eine zweite wiederum binnen weniger Stunden voll gelber Parasiten war, welche die Raupe völlig auszehrten. Anschliessend waren alle Raupen bis auf eine parasitiert.

 

Ei: Das Ei ist bei der Ablage goldgelb und länglich. Die Eier werden in Häufchen von 60 - 100 Stück abgelegt. Bei meinem im Lötschental beobachteten Falter erfolgte die Eiablage auf die Blattoberseite. 

 

Puppe: Die Puppe ist gelb und besitzt ein Muster mit schwarzen Flecken. Die Verpuppung findet als Gürtelpuppe meist an den Zweigen der Nahrungspflanze statt.

 

Überwinterung: als Raupe

 

Nahrungspflanzen der Raupe: Prunus- und Cerasus-Arten wie Prunus spinosa (Schlehe), Cerasus avium (Sauerkirsche), Prunus domestica (Zwetschge), Prunus persica (Pfirsich), Prunus armeniaca (Aprikose), Prunus dulcis (Mandel), Prunus mahaleb (Felsenkrische), Crataegus monogyna (Eingriffliger Weissdorn), Pyrus communis (Birne), Malus domestica (Apfel), Sorbus aucuparia (Eberesche), Frangula alnus (Faulbaum)

 

 

Wissenswertes:

Mitte Mai - Mitte Juli 

1 Generation

 

Lebensraum: in offenem, mit Bäumen und Sträuchern bewachsenem Gelände, im Moorbereich und an Waldrändern 

 

Verbreitung in der Schweiz vgl.: http://lepus.unine.ch/carto/index.php?nuesp=31051&rivieres=on&lacs=on&hillsh=on&year=2000

 

 

 

Fundorte

Bild 1: CH VS Lötschental

Bild 2: CH BE Hasliberg

Bild 3: CH VD Pays d'Enhaut, Château d'Oex,  Les Trois Fénils