Nudaria mundana

(Linnaeus, 1761)

Blankflügel-Flechtenbärchen

Muslin Footman

 

Arctiidae: Lithosiinae

(Bärenspinner)

 

Flügelspannweite: 25 mm

 

Raupe: Die erwachsene Raupe ist etwa 15 mm lang. Die untere Hälfte ist grauweiss, die obere grüngrau. Auf der Rückenlinie verläuft eine Reihe leuchtend gelber punkförmiger Flecken, dazwischen befindet sich eine dunkle Linie. Die Raupe besitzt sehr lange Haare. 

 

Ei: Das Ei ist gemäss Literatur weiss und leicht oval. Die Eier sollen in kleinen Gruppen oder einzeln an die Unterseite von Steinen gelegt werden.

Anmerkung: Im obigen Fall wurden die Eier einen halben Tag nach der Kopula in einem Grüppchen an die Hauswand abgelegt, an derselben Stelle wo zuvor die Paarung stattgefunden hat. Weitere Eiablagen erfolgten in den folgenden Jahren an derselben Stelle.

 

Puppe: Die Puppe ist grünlichgrau. Sie hat auf dem Rücken grauschwarze Punkte. Die obigen Puppen (es waren noch mehr vorhanden) verpuppten sich an einer Hauswand ungefähr 1,80 m ob Boden. Die Puppenruhe dauerte 17 Tage. In anderen Fällen fand ich Puppen auch ganz nah am Boden an einer Hauswand.

 

Überwinterung: als kleine Raupe

 

Nahrungspflanze der Raupe: man vermutet Algen- und Steinflechten. In der Zucht sollen die Raupen Baumflechten annehmen.

Anmerkung: Nachdem ich die Raupen in verschiedenen Stadien stets an Hauswänden vorfinde, nehme ich an, dass sie an den Flechten der Hauswände Nahrung finden müssen. 

 

Wissenswertes:

Flugzeit Ende Juni - August

1 Generation

In manchen Jahren sind Raupen und Puppen häufig zu finden (so in den Jahren 2014 und 2015).

 

Lebensraum: in dichten, feuchten und kühlen Wäldern, in alten Natursteinmauern.

Anmerkung: Meine Raupen- und Puppenfunde beziehen sich auf Waldlichtungen und Waldränder an Gebäudemauern.

 

Verbreitung in der Schweiz vgl.: http://lepus.unine.ch/carto/index.php?nuesp=32945&rivieres=on&lacs=on&hillsh=on&year=2000

 

 

 

 

Fundorte

Bild 1: CH BE Hasliberg

Bild 2: CH VS Goppenstein 1216 m, Bahunhofunterführung am Licht

Bild 3: CH VS Laggintal

Bild 4: CH VS Zwischbergental