Satyrium w-album

(Knoch, 1782)

Ulmen-Zipfelfalter

White-letter Hairstreak

 

Lycaenidae: Lycaeninae Tr. Eumaeini

Bläulinge

 

 

Flügelspannweite:  27 – 32 mm

 

Raupe: Die erwachsene Raupe ist asselförmig, grün und leicht behaart. Vor der Verpuppung wird die Raupe braun. Sie frisst an den Blütenknospen. (aus der Literatur)

Anmerkung: Die aus gefundenen Eiern gezüchtete junge Raupe ist weisslich-grün. Sie besitzt dorsal zwei weisse Längsstreifen. Im hinteren Bereich des Raupenkörpers verläuft ein breites rosa Querband über den Rücken, während im vorderen Körperteil ein schmales rosa Querband sichtbar ist.  Mit zunehmendem Wachstum verblassen die rosa gefärbten Partien um dann gegen Ende des Wachstums wieder leicht in Erscheinung zu treten. Im zweitletzten Stadium wird dorsal ein brauner rautenmusterartiger Rückenstreifen erkennbar. Kurz vor der Verpuppung hat sich die Zuchtraupe grün-gelb verfärbt. Sie ist während 7 Stunden unruhig herumgekrochen, bis sie sich schliesslich in der Bodenstreu zur Verpuppung zurückgezogen hat.

Die Zuchtraupen hielten sich im jungen Stadium im Perigonium der Blüten auf, wechselten später an die Früchte, wobei sie gerne den Kern der Früchte frassen. Mit dem Blattaustrieb wechselten die Raupen an die Blätter über und frassen daran bis zur Verpuppung.

 

Ei: Gemäss Literatur ist das Ei flach und am Pol etwas abgeplattet. Es ist weisslich und fein granuliert.

Anmerkung: Ich fand  schwarze und weisse Eier auf den sich am Baum nordseitig befindenden äussersten Ästchen.

 

Puppe: Die Puppe ist braun mit einer dunkleren Sprenkelung und einem dunklen Rückenstreifen. Die Flügelscheiden sind dunkler braun als der Rest.

Anmerkung: Die Raupen wählten bei Zucht ab Ei zur Verpuppung Baumrinden aus. Anderes Substrat wurde nicht benutzt.

 

Überwinterung: als Ei.

Anmerkung: Eifunde einzeln auf ca 22 m hoher Bergulme (Ulmus glabra) auf ungefähr 11 m Höhe an nordseitigen Ästen im äusseren Bereich der Zweige.

 

Nahrungspflanze der Raupe: Ulmus glabra (Bergulme)

 

 

Wissenswertes:

Flugzeit Mitte Juni – August

1 Generation

Die Männchen haben auf der Vorderflügelunterseite einen Duftschuppenfleck (Androkonienfleck).

 

Ähnliche Arten: Satyrium spini und Satyrium pruni 

 

Lebensraum: in Wäldern mit hohen Bäumen, in Waldlichtungen, an Hecken und an Waldrändern. Nur dort, wo Ulmen vorkommen. Satyrium w-album ist durch das Ulmensterben bedroht!

Eigener Fund: Mischwaldlichtung am Strassenrand auf einer 20 m hohen blühenden Bergulme auf halber Höhe (11 m) an den alleräussersten dünnsten Zweiglein am Knospenansatz.

 

Verbreitung in der Schweiz vgl.: http://lepus.unine.ch/carto/index.php?nuesp=31130&rivieres=on&lacs=on&hillsh=on&year=2000

 

 

 

Fundort

CH BE Hasliberg, Buchen-Mischwaldrand

 

Links:

 

http://www.lepiforum.de/lepiwiki.pl?Satyrium_W-Album

 

Update 08. 12. 2016