Informationen

 

zum Lebensraum

der Schmetterlings-Fundstellen

auf den Kanarischen Inseln (España)

 

LANZAROTE

 

 

Inhalte von Google Maps werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf die Cookie-Richtlinie (Funktionell), um den Cookie-Richtlinien von Google Maps zuzustimmen und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in der Google Maps Datenschutzerklärung.

Mein Besuch der Insel Lanzarote fand Mitte bis Ende Februar 2012 statt. Die besuchten Gegenden waren u. a. folgende: Playa Blanca, Atalaya de Femés, Caldera de Montaña Blanca (westlich von Tinajo), Haría und der Nationalpark Timanfaya.

 


Vulkanlandschaft
Vulkanlandschaft

Die Insel Lanzarote ist eine Vulkaninsel mit über 100 Vulkanen. Die jüngsten Ausbrüche fanden im Jahre 1824 statt. Die noch grössere zerstörischere Kraft aber waren die Vulkanausbrüche in den Jahren 1730 - 1736. Der südwestliche Teil der Insel ist denn auch mit  schwarzen Lavabrocken und schwarzer Vulkanerde bedeckt. Die Gebirge sind teilweise schwarz oder leuchten in glühendem Rot. Gewisse Farbtupfer bringen hier die Flechten. Teils sind ganze Hänge grünlich-grau bedeckt mit der hier häufigen Ramalina bourgeana-Flechte. Andere Felspartien sind goldgelb überzogen mit Xanthoria calcicola-Flechten.

 


Montaña de la Caldera, Kleiner Krater
Montaña de la Caldera, Kleiner Krater

Einige Krater sind tief im Kraterinnern begrünt, so Vulkankrater im Timanfaya Nationalpark wie bei der Montaña de la Caldera Blanca. Hier wachsen Euphorbien und der Seidige Goldstern (Asteriscus intermedius) und andere hitze- und kälteresistente Pflanzen. Bei meinem Besuch sprossen gerade ganze Teppiche einer Lilienart aus dem Boden. An den Euphorbien-Pflanzen fand ich Raupen. Danach dürfte es hier wohl eine Schmetterlingsart geben. Zur Identifizierung war die Raupe noch sehr klein. Hier ein Bild davon:

 

Räupchen an Euphorbia balsamifera
Räupchen an Euphorbia balsamifera

 

Nur sehr langsam erobert sich die Natur auf Lanzarote wieder ein Plätzchen. In tiefen Mulden, mit windgeschützten Steinmauern, trotzen die Menschen dem Boden Gemüse und Wein ab. Diese Pflanzen sammeln Tau-Feuchtigkeit der Nacht.

Atalaya de Femes, Gemüsekulturen
Atalaya de Femes, Gemüsekulturen
Weinkultur
Weinkultur

 

Der nordöstliche Teil von Lanzarote ist von den Vulkanausbrüchen der jüngeren Zeit nicht betroffen worden. Obwohl auch hier karge Natur vorhanden ist, spriessen im Frühjahr doch einige Pflanzen. So gedeihen hier u.a. Dattelpalmen, Opuntien, Aprikosenbäume, Aeonium lancerottense, Euphorbienarten, Ferula lancerottensis, Launaea arborescens (Dornlattich), Lavendel, die schöne Reichardia tingitana, Sonchus pinnatifidus (Fiederspaltige Gänsedistel),  Schizogyne sericea, und in den Sandwüsten Mesembryanthemum nodiflorum, um nur einige zu erwähnen. 

 

Haría
Haría

 

Schmetterlinge fand ich nur wenige auf Lanzarote. - Kein Wunder bei diesen schwierigen Bedingen für Mensch und Tier. Aber es gibt sie doch! So war Vanessa cardui (Foto nur in der Datenbank) nicht selten anzutreffen. Auch sah ich zwei Pieridae-Arten (Pierinae  spec. und Colias spec., keine Fotos).

 

Des weiteren werden im Führer von Horst Wilkens "Lanzarote: Blinde Krebse, Wiedehopfe und Vulkane" noch folgende Arten erwähnt: Danaus plexippus (Monarch), der erst seit kurzem auf Lanzarote vorkommen soll und Utetheisa pulchella, welche Art im Herbst recht häufig fliegen soll. 

 

Playa Blanca
Playa Blanca

 

Bei der Playa Blanca in der Hotelanlage fand ich einige Tiere unter einer Laterne. Es waren dies: Microloxia schmitzi (Geometridae: Microloxiini),  Gymnoscelis rufifasciata (Geometridae: Larentiinae), Helicoverpa armigera (Noctuidae), Mniotype spec., Trichophaga robinsoni (Tineidae) und 2 unbestimmte Kleinfalter.